Bring your own device – Rechtliche Aspekte zur Nutzung privater Hardware in Unternehmen

Der neueste Trend in der IT-Infrastruktur von Unternehmen heißt BYOD. Was zunächst wie eine Einladung zum amerikanischen Grillen oder eine Geburtstagsfeier mit alkoholischer Selbstversorgung klingt, ist in internationalen Unternehmen längst Alltag: BYOD bedeutet nicht mehr als „Bring your own device“ – Bring dein eigenes Gerät mit.

Das heißt ganz einfach, dass das Personal mit eigenen Geräten – fähig dazu sind Smartphones, Tablets, Kameras, Laptops und vieles mehr – Zugriff zum internen Firmennetz, Applikationen, Firmen- und Kundendaten und der hauseigenen Software hat. In Zeiten der betrieblichen Flexibilität hat dies durchaus Vor- und Nachteile, doch abgesehen davon sollten die vorgeschriebenen Gesetzmäßigkeiten zum Datenschutz für Unternehmen, Personal und Kundschaft beachtet werden.

Was sollte man als Unternehmer in Sachen BYOD beachten?

Auch auf privaten Geräten bleibt im Zuge des Rechts das Unternehmen hinsichtlich der Verarbeitung von personenbezogenen Daten  verantwortlich. Nähere Regelungen dazu können in Betriebsvereinbarungen festgelegt werden: Diese sollten dementsprechend Vorgaben zur Trennung von privaten und beruflichen Daten enthalten. Dabei wird es sich auch hauptsächlich um Daten Dritter handeln, deren Einwilligung zur Einsicht zu beschaffen in diesem Fall unmöglich ist.

Weiterhin stellt die Datenlöschung eine Herausforderung dar, denn die Pflicht zur Löschung ist im Bundesdatenschutzgesetz einheitlich geregelt – in Fällen wenn eine Datenspeicherung unzulässig ist, weil es sich um personenbezogene Daten handelt oder diese für Unternehmenszwecke nicht mehr notwendig sind. Außerdem kann der Verlust des Datenträgers oder Gerätes schon einmal vorkommen. Die Möglichkeit der Fernlöschung besteht, doch dabei können auch private Daten verloren gehen. Generell verhält es sich problematisch zwischen Firmen- und Privatdaten zu unterscheiden.

In jedem Fall sollte beim Verlust von Geräten unverzüglich der Arbeitgeber informiert werden, damit er sich mit den zuständigen Behörden in Verbindung setzen kann.